Jun zi yu yi 君子于役
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 148f.
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Johann Cramer : Sehnsucht nach dem Entfernten
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Das Huhn zur Ruh' auf die Leiter steigt, Das Rind sucht brüllend seinen Stall, Nicht fern vom Untergang sich zeigt Hoch oben der Sonnenball. So lange bliebst du nun schon aus, Sehnst du dich denn nicht selbst nach Haus, Zu denen, die dich lieben?! Der Hahn im Flug die Mauer erreicht, Dem Stall das Schaf geht brüllend zu; Die Sonne sich am Abend neigt, Als ging sie auch zu Ruh'. Du bliebst noch immer aus; Bedenkst du denn nicht, wie zu Haus Die Deinen nach dir seufzen?–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 54.
LB: Grünes Buch sagt excerpt, ich denkt es ist vollständig. -
Albert Ehrenstein (1886–1950): Ausgeblieben
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in: Ehrenstein, Albert. Chinesische Dichtungen. Lyrik, Werke. München: Klaus Boer Verlag, 1995. p. 35. -
Jochen Kandel : Der Herr Gemahl beim Militär
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Den Herrn Gemahl, den zog's zum Militär, noch weiß ich nicht, wie lange und wohin. Selbst Hühner sitzen in den Nestern, gen Sonnenuntergang treibt's den Ochsen und das Schaf nach Haus, nur den Herrn Gemahl, den hält's beim Militär - wie wär's, wenn ich's ihm nie vergäße! Den Herrn Gemahl, den zog's zum Militär, nicht für Tage, Nicht für Monde - wo werd ich ihn wiedersehn? Selbst Hühner sitzen auf der Stange, gen Sonnenuntergang treibt's den Ochsen und das Schaf zum Stall, nur den Herrn Gemahl, den hält's beim Militär - hoffentlich hat er genug zu fressen und zu saufen!–
in: Kandel, Jochen. Sinesisches Liebesbrevier. Gedichte aus dem alten China. Würzburg: Selbstverlag, 1995. p. 47. -
Heide Köser : Mein Mann ist an der Front
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in: Köser, Heide and Hetzer, Armin. Das Liederbuch der Chinesen. Guofeng. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1990. p. 62. -
Ernst Meier (1813–1866): Sehnsucht nach dem vom Hause Entfernten
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Wann doch wird der Gatte kommen? Geht das Huhn schon durch sein Fenster, Neigt zum Scheiden sich die Sonne, Suchen Rind und Schaf die Ställe, Und der Mann besorgt Geschäfte: Sollt' ich seiner da nicht denken? Wann darf ich ihn wiedersehen? Schon ersteigt das Huhn die Leiter, Neigt zum Scheiden sich die Sonne, Suchen Rind und Schaf die Ställe; Fern doch treibt der Mann Geschäfte: Ach, wann enden meine Nöthe!–
in: Meier, Ernst. Morgenländische Anthologie. Klassische Dichtungen aus der sinesischen, indischen, persischen und hebräischen Literatur. Leipzig: Verlag des Bibliographischen Instituts, 1875. p. 41. -
Elisabeth Oehler-Heimerdinger (1884–1955): Die Soldatenfrau
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Es steht mein Herr beim Regiment, Weiß nicht, wann seine Zeit zu End, Wo mag er heute sein? Am Abend fliegt das Huhn zur Ruh, Die Herde zieht dem Stalle zu Beim letzten Tagesschein. Mein Herr, der steht beim Regiment, Sein muß ich denken ohne End. Es steht mein Herr beim Regiment, Nicht Tag noch Monat nur uns trennt, Wann wird er bei mir sein? Die Hühner sitzen auf zur Nacht, Die Herden werden heimgebracht, Und Dunkel bricht herein. Mein Herr, der steht beim Regiment, Ob Hunger quält, ob Durst ihn brennt?–
in: Oehler-Heimerdinger, Elisabeth. Das Frauenherz. Chinesische Lieder aus drei Jahrtausenden. Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft, 1925. p. 33. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Sehnsucht nach dem vom Hause Entfernten
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Das Huhn besteigt die Leiter, Das Rind mit Brüllen sucht den Stall; Die Sonne schwebt nicht weiter Als Spannhoch über ihrem Fall. So bist du wieder ausgeblieben! Wie lange willst du es verschieben Zu kehren heim zu denen die dich lieben? Der Hahn erfliegt die Mauer, Mit Blöcken sucht den Stall das Schaf; Die Sonne senkt im Schauer Des Abends sich zum nächt'gen Schlaf. So bist du wieder nicht gekommen! Wird nie von dir, dem guten frommen, Bedacht, wie man hier nach dir seufzt beklommen?–
in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 81. -
Victor von Strauß (1809–1899): Bei langer Entfernung des Gemahls
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Mein hoher Herr ist fort im Dienst; Weiß nicht, wie lang er hat zu thun; Und wohin kam er nun? Es schläft in seinem Stall das Huhn, Es geht der Tag dem Abend zu, Und Schaaf und Rind kehrt heim zu ruhn. Mein hoher Herr ist fort im Dienst, – Wie sollt' ich sein denn nicht gedenken nun? Mein hoher Herr ist fort im Dienst – Nicht Tagen bloß, nicht Monden nach. Wann kehrt er heim in sein Gemach? Es schläft das Huhn auf seinem Fach, Es geht der Tag dem Abend zu, Und Schaaf und Rind kommt unter Dach. Mein hoher Herr ist fort im Dienst, – Leid't er nicht Durst und Hunger, ach!–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 144. -
Wilhelm Michael Treichlinger (1902–1973): No title ("Mein Gatte ist fort, im Feld")
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in: Treichlinger, Wilhelm Michael. Shu ist jagen gegangen. Chinesische Gedichte aus dem Schi-King.. Zürich: Verlag der Arche, 1948. p. 31.
君子于役,不知其期,曷至哉。 雞棲于塒,日之夕矣,羊牛下來。 君子于役,如之何勿思。 君子于役,不日不月,曷其有佸。 雞棲于桀,日之夕矣,羊牛下括。 君子于役,苟無飢渴。