Qiang you ci 牆有茨
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 110.
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Johann Cramer : Schlimme Zucht
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An der Mauer wuchern Dörner, Die nicht auszureuten sind. Wollten wir es Jedem sagen, Wär' sein Schrecken nicht gelind. An der Mauer wuchern Dörner, Auszureuten sind sie nicht. Freuen würd' es unsre Feinde, Drum nicht gern man davon spricht. An der Mauer wuchern Dörner, Auszureuten, thörichter Versuch! Scheuten wir nur nicht die Schande, Trauren könnten wir genug. An der Mauer wuchern Dörner, Auszureuten nie geschieht. Wollten wir das alles sagen, Würde endlos dieses Lied.–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 40f. –
in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 14. -
Conrad Haußmann (1857–1922): Um die Mauer Dorn an Dorn
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Um die Mauer Dorn an Dorn! Gar nicht zu vertreiben, Leere Frucht und taubes Korn, Niemand kann's beschreiben. Doch wie eine Zentnerlast Drückt das Treiben im Palast. Um die Mauer Dorn an Dorn! Nicht mehr zu vernichten, Nur die Schande bläßt ins Horn Heimliche Geschichten, Daß die Herzen Scham erfaßt, Ob dem Treiben im Palast. Um die Mauer Dorn an Dorn! Gar nicht auszuroden. Laß nicht flammen Groll und Zorn, Denn es ist verboten. Nicht zu denken ist es fast, Was sie treiben im Palast.–
in: Haußmann, Conrad. "Im Tau der Orchideen" und andere chinesische Lieder aus drei Jahrtausenden. München: Albert Langen, Verlag für Literatur und Kunst, 1908. p. 8. -
Jochen Kandel : Die Dornenhecke
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in: Kandel, Jochen. Sinesisches Liebesbrevier. Gedichte aus dem alten China. Würzburg: Selbstverlag, 1995. p. 40. -
Heide Köser : An der Wand ist Stachelnuß
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in: Köser, Heide and Hetzer, Armin. Das Liederbuch der Chinesen. Guofeng. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1990. p. 42f. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Verwilderte Zucht
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Dörner, Dörner an der Mauer, Dörner die nicht auzureuten. Wenn wir's sagten klar den Leuten, Faßte jeden der es hört' ein Schauer. Dörner, Dörner an der Mauer, Dörner die nicht auszureuten. Unsre Feinde nur sich freuten, Wenn wir sagten unsre Schmach genauer. Dörner, Dörner an der Mauer, Dörner die nicht auszureuten. Wenn wir nicht die Schande scheuten, Stoffes hätten wir genug zur Trauer. Dörner, Dörner an der Mauer, Dörner die nicht auszureuten. Wenn wir wollten alles deuten, Würde das ein Lied von langer Dauer.–
in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 63. -
Victor von Strauß (1809–1899): Orgien im Palast
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Die Mauer hat Gedörn, Das gar nicht wegzubrechen ist; Und in den Kammern treiben sie, Was gar nicht auszusprechen ist, Weil, was noch auszusprechen ist, Nur Rede für den Frechen ist. Die Mauer hat Gedörn, Das gar nicht auszureuten ist; Und in den Kammern treiben sie, Was gar nicht anzudeuten ist, Weil, was noch anzudeuten ist, Zu arg schon allen Leuten ist. Die Mauer hat Gedörn, Das gar nicht wegzuschälen ist; Und in den Kammern treiben sie, Was gar nicht zu erzählen ist, Weil, was noch zu erzählen ist, Als Rede schon zu schmälen ist.–
in: Zoozmann, Richard. Amors Possenspiel. Der "Unartigen Musenkinder" Neue Folge. Liebesgedichte und Schelmenstücke aus allen Zeiten und Zonen. Leipzig: Hesse & Becker Verlag, 1920. p. 6f. -
Victor von Strauß (1809–1899): Schamloses Treiben im Innern des Palastes
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Die Mauer hat Gedörn, Das gar nicht wegzuberechen ist; Und in den Kammern treiben sie, Was gar nicht auszusprechen ist, Weil, was noch auszusprechen ist, Nur Rede für den Frechen ist. Die Mauer hat Gedörn, Das gar nicht auszureuten ist; Und in den Kammern treiben sie, Was gar nicht anzudeuten ist, Weil, was noch anzudeuten ist, Zu viel schon allen Leuten ist. Die Mauer hat Gedörn, Das gar nicht wegzuschälen ist; Und in den Kammern treiben sie, Was gar nicht zu erzählen ist, Weil, was noch zu erzählen ist, Als Rede schon zu schmählen ist.–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 117. -
Victor von Strauß (1809–1899): Schamloses Treiben im Palast
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Die Mauer hat Gedörn, Das gar nicht wegzubrechen ist; Und in den Kammern treiben sie, Was gar nicht auszusprechen ist, Weil, was noch auszusprechen ist, Nur Rede für den Frechen ist. Die Mauer hat Gedörn, Das gar nicht auszureuten ist; Und in den Kammern treiben sie, Was gar nicht anzudeuten ist, Weil, was noch anzudeuten ist, Zu arg schon allen Leuten ist. Die Mauer hat Gedörn, Das gar nicht wegzuschälen ist; Und in den Kammern treiben sie, Was gar nicht zu erzählen ist, Weil, was noch zu erzählen ist, Als Rede schon zu schmählen ist.–
in: Scherr, Johannes (ed.). Bildersaal der Weltliteratur, Band 1. Stuttgart: Gebrüder Kröner, 1885. p. 15. –
in: Wille, Bruno. Die Weltdichter fremder Zungen und Schätze aus ihren Werken in deutscher Nachdichtung. Von den Veden bis Tolstoi.. Berlin: Märkische Verlagsanstalt, 1911. p. 66f. -
Wilhelm Michael Treichlinger (1902–1973): No title ("An der Mauer wachsen Fackeldisteln")
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in: Treichlinger, Wilhelm Michael. Shu ist jagen gegangen. Chinesische Gedichte aus dem Schi-King.. Zürich: Verlag der Arche, 1948. p. 25.
牆有茨,不可埽也。 中冓之言,不可道也。 所可道也,言之醜也。 牆有茨,不可襄也。 中冓之言,不可詳也。 所可詳也,言之長也。 牆有茨,不可束也。 中冓之言,不可讀也。 所可讀也,言之辱也。