Ji ming 雞鳴
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 187-189.
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Johann Cramer : Den König weckt die Königin
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Auf! schon hat der Hahn gekräht, Im Palaste regt es sich. Liebesruhe nicht besteht, Kleide nun als König dich. – Nein, nur saust' es durch die Luft, Noch ist's nicht der Hahn, der ruft. Auf! es bricht der Morgen an, In den Straßen wird es reg'; Schlossespfort' ist aufgethan, Dorthin geht des Volkes Weg. – Nein, nur war's des Mondes Schein, Noch kann's nicht der Morgen sein. Auf! die Morgenfliege schwirrt, Deinen Schlaf verweis't sie mir, Ach, wie schwer es mir auch wird, Daß ich gehen soll von hier, Ruft dich doch die Köningspflicht, Höre drum die Liebe nicht!–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 73f. -
Günther Debon (1921–2005): Des Hahnes Krähn
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in: Debon, Günther. Mein Weg verliert sich fern in weißen Wolken. Chinesische Lyrik aus drei Jahrtausenden. Heidelberg: Verlag Lambert Schneider, 1988. p. 24. -
Albert Ehrenstein (1886–1950): Die Königin weckt den König
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in: Ehrenstein, Albert. Chinesische Dichtungen. Lyrik, Werke. München: Klaus Boer Verlag, 1995. p. 104. -
Felix Fischer : Tagelied eines fürstlichen Paares
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in: Wilken, Rolf (ed.). Liebe ist besser als Krieg. Erotische Lyrik und lose Lieder. Freimütig präsentiert von Rolf Wilken und frech verziert von Siegfried Oelke. Hamburg: Christian Wegner Verlag, 1967. p. 136. -
Conrad Haußmann (1857–1922): Das war der Hahn, das war sein Krähen
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Das war der Hahn, das war sein Krähen, Der Hofstaat, kommt, im Schloß zu spähen. Nein, nicht der Hahn war's, der uns stört, Ich hab' nur Fliegensums gehört. Der Tag fängt an emporzuschweben, Im Thronsaal ist schon reges Leben. Nein, nein, das ist die Sonne nicht, Was aufging, ist des Mondes Licht. So laß, entrückt dem Fliegenschwarme, Mich weiter ruhn in deinem Arme. Doch horch, das Murren und Getös': Sie sind dir meinetwegen bös!–
in: Haußmann, Conrad. "Im Tau der Orchideen" und andere chinesische Lieder aus drei Jahrtausenden. München: Albert Langen, Verlag für Literatur und Kunst, 1908. p. 17. -
Jochen Kandel : Der Hahnenschrei
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in: Kandel, Jochen. Sinesisches Liebesbrevier. Gedichte aus dem alten China. Würzburg: Selbstverlag, 1995. p. 63. -
Heide Köser : Der Hahn hat gekräht
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in: Köser, Heide and Hetzer, Armin. Das Liederbuch der Chinesen. Guofeng. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1990. p. 83. -
Ernst Meier (1813–1866): Die Königin Tsi weckt den König
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"Horch, der Hahn hat schon gekräht, Zahlreich strömt es schon zum Schlosse"! Nein, der Hahn hat nicht gekrähet; 's war nur das Gesumm der Fliegen. "Sieh, die Morgenröth' erscheint, Und ins Schloß strömt schon die Menge!" Nein, nicht ist's die Morgenröthe, 's ist des Mondes Licht, der aufgeht. "Zwar mich freut's, bei dir zu ruhen; Doch nun ist es Zeit, die Menge Zu entlassen, daß nicht etwa Du um mich Verdruß erleidest."–
in: Meier, Ernst. Morgenländische Anthologie. Klassische Dichtungen aus der sinesischen, indischen, persischen und hebräischen Literatur. Leipzig: Verlag des Bibliographischen Instituts, 1875. p. 33. -
Elisabeth Oehler-Heimerdinger (1884–1955): Morgenunterhaltung im Bett
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Sie (ängstlich): Horch, wie der Hahn schon kräht Und voll der Schloßhof steht! Er (beruhigend): Vom Krähen keine Spur, Die Fliegen summen nur. Sie: Im Osten wird es hell, Der Hof ist schon zur Stell! Er: Das ist nicht Morgengraun, Der Mond ist's, den wir schaun. Sie: Schon schwärmen Mücken hier, Sonst träumt ich noch mit dir. Läßt du die Herrn nicht ein, Dann zürnen sie uns zwei'n.–
in: Oehler-Heimerdinger, Elisabeth. Das Frauenherz. Chinesische Lieder aus drei Jahrtausenden. Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft, 1925. p. 29. -
Friedrich Rückert (1788–1866): Die Königin weckt den König
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Auf! gesungen hat der Hahn, Und es regt sich im Palast. Leg', entrafft der Liebesrast, Nun das Kleid des Königs an. – Nein! mich täuscht der Nachtluft Klang, Es war nicht der Hahn der sang. Auf! der Morgen geht hervor, Und die Straßen werden laut; Harrend steht das Volk, und schaut Auf's erschlossne Königsthor. – Nein! mich trog des Mondes Licht, Es ist noch der Morgen nicht. Auf! die Morgenfliege summt, Deinen Schlaf verweis't sie mir, Gerne ruht' ich noch bei dir, Aber mein Gefühl verstummt. Geh! es ruft die Königspflicht, Höre nun die Liebe nicht!–
in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 106f. -
Victor von Strauß (1809–1899): Aus dem Schi-king, 34. "Schon ließ der Hahn sein Krähn erschallen"
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"Schon ließ der Hahn sein Krähn erschallen; Der Hof erfüllet schon die Hallen." "Das war noch nicht des Hahnes Krähn; Die Fliegen machten die Getön." "Schon ist der Osten licht erglommen; Der Hof ist schon zusammenkommen." "Noch lichtet es sich ja im Osten nicht; Das ist des Mondaufganges Licht" "Die Fliegen sumsen ja im vollen, Und süß wär's, neben dir noch träumen wollen; Doch die Versammlung geht davon: Laß nur nicht etwa mir und dir sie grollen."–
in: Seliger, Paul (ed.). Der Völker Liebesgarten. Leipzig: Verlag Julius Zeitler, 1909. p. 12. -
Victor von Strauß (1809–1899): Tagelied eines fürstlichen Paares
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"Schon ließ der Hahn sein Krähn erschallen; Der Hof erfüllet schon die Hallen." "Das war noch nicht des Hahnes Krähn; Die Fliegen machten dies Getön." "Schon ist der Osten licht erglommen; Der Hof ist schon zusammenkommen." "Noch lichtet sichs im Osten nicht; Das ist des Mondesaufgangs Licht." "Die Fliegen sumsen ja im Vollen, Und süß wärs neben dir noch träumen wollen; Doch die Versammlung geht davon: Laß nur nicht etwa mir und dir sie grollen."–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 175. –
in: Guenther, Johannes von. Lyrik aus aller Welt. Liebesgedichte, Ullstein Buch. Frankfurt a. M.: Ullstein Taschenbücher-Verlag, 1958. p. 189. -
Wilhelm Michael Treichlinger (1902–1973): No title ("Der Hahn hat gekräht")
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in: Treichlinger, Wilhelm Michael. Shu ist jagen gegangen. Chinesische Gedichte aus dem Schi-King.. Zürich: Verlag der Arche, 1948. p. 12. -
Jan Ulenbrook (1909–2000): Der Hahn, ach, krähte eben
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in: Ulenbrook, Jan. Pflaumenblüte und verschneiter Bambus: Chinesische Gedichte, Manesse Bibliothek der Weltliteratur. Zürich: Manesse Verlag, 1969. p. 41. -
Arthur Waley (1889–1966) and Franziska Meister (1908–?): Sechzehn Lieder der Werbung, 8. "Der Hahn hat gekräht"
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in: Waley, Arthur and Meister, Franziska. Chinesische Lyrik aus zwei Jahrtausenden. Ins Deutsche übertragen von Franziska Meister. Hamburg: Marion von Schröder Verlag, 1951. p. 17f.
雞既鳴矣,朝既盈矣。 匪雞則鳴,蒼蠅之聲。 東方明矣,朝既昌矣。 匪東方則明,月出之光。 蟲飛薨薨,甘與子同夢。 會且歸矣,無庶予子憎。