游仙詩
He Shao 何劭 (?–301)
青青陵上松。亭亭高山柏。
光色冬夏茂。根柢無彫落。
吉士懷真心。悟物思遠託。
揚志玄雲際。流目矚巖石。
羨昔王子喬。友道發伊洛。
迢遞陵峻岳。連翩御飛鶴。
抗跡遺萬里。豈戀生民樂。
長懷慕仙類。眇然心綿邈。
Gedicht über (beabsichtigte) Wanderung mit Unsterblichen Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 327.
Immergrün steht die Fichte auf dem Hügel; mächtig erhebt sich die Zypresse auf hohem Berg.
Ihre üppigen Farben glänzen Winter und Sommer; ihre Wurzeln kennen kein Verdorren.
Ein tugendhafter Mann besitzt ein unveränderliches Herz; er begreift, warum jene Bäume auf hohen Bergen herrlich gedeihen, und will gleich ihnen in weiten Fernen leben.
Sein hochfliegendes Streben erhebt sich bis zu den dunklen Wolken (bis zum blauen Firmament); sein suchendes Auge heftet sich auf die steilen Bergwände.
Er bewundert den Wang-tzu Ch'iao früherer Zeiten; dieser befreundete sich mit dem Taoisten [Fou-ch'iu-kung, und die Beiden] erhoben sich in die Lüfte aus der Region der Flüsse I und Lo.
Sie flogen weit weg über den mächtigen Sung-Riesenberg; neben einander schwebten sie dahin auf den Rücken zweier Kraniche.
Sie flogen zehntausend Meilen hoch über der Welt und verlangten nicht zurück nach den Freuden der Menschheit.
[Jener tugendhafte Mann] sehnt sich stets nach diesen Unsterblichen und möchte mit ihnen umherfliegen; bei diesem Gedanken weitet sich sein Herz, als wollte es emporsteigen.