Ling tai 靈臺

by Anonymous (Shijing)

Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)

Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 578-581.

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  • Johann Cramer : Die Ruhe Wen-Wang's
    Wen-Wang, der starke Fürst, Erfreut sich hochvergnügt Im Walde von Lin-Yo An schlanken zahmen Rehen, Die weiss wie Schnee erglänzen. Nicht vor den Menschen flüchten, Und spielend sich im Wald ergehn. Auch freut mit seinem Lied Im Walde von Lin-Yo Wol mancher Vogel traut Wen-Wang, den starken Fürsten. Der lässt, um zu erfreuen Die Vögel, Futter streuen, Die danken ihm mit Liedern laut. Im Walde von Lin-Yo Da sieht der starke Fürst Wen-Wang beim Abendschein Wol in dem grossen Teiche Die goldnen Fische spielen; Sein Hofstaat thut das Gleiche, Mit heiteren Gefühlen Im Schlosse sich zu freu'n.

    in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 35f.
  • Adolf Ellissen (1815–1972): Der Bau von Ling
    in: Ellissen, Adolf. Thee- und Asphodelosblüten. Chinesische und neugriechische Gedichte. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1840.
    in: Ellissen, Adolf. Chinesische Gedichte. Leipzig; Wien: Bibliographisches Institut, 1888. p. 4.
  • Friedrich Rückert (1788–1866): Wen-Wangs Ruhe
    Der mächt'ge Fürst Wen-Wang Im Waldgeheg Lin-Yo Sieht an vergnügt und froh Der zahmen Rehe Gang, Die nicht der Menschen Anblick scheuen, Und sich zusammen spielend freuen, Weißglänzend sich durch's Waldgebüsch zerstreuen. Im Waldgeheg Lin-Yo Den mächt'gen Fürst Wen-Wang Freut manches Vogels Sang, Der kirr und keck nicht floh; Sie picken in den Laubgebäuen Die Körner, die er lässet streuen, Und wollen singend ihren Dank erneuen. Der mächt'ge Fürst Wen-Wang Im Waldgeheg Lin-Yo, Am Abend geht er so Den Weiher froh entlang, Wo in den rothbeglänzten Bläuen Sich goldne Fische spielend freuen, Wie im Palast der Hofstaat seiner Treuen.

    in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 282.
  • Victor von Strauß (1809–1899): Die prächtigen Bauten und Anlagen des Königs Wen
    Als er den Wunderthurm ersonnen, Ersonnen und den Plan gemacht, Hat alles Volk sich dran begeben; Kein Tag – und Alles war vollbracht. Anhub er mit: "Nicht hastet euch!" Doch alles Volk kam, Kindern gleich. Im Wunderpark der König war, Wo Hirsche ruhten Paar bei Paar, Gar fette Hirsche, glatt von Haar, Und weiße Vögel glänzten klar. Der König war am Wunderteiche; Wie wimmelte der Fische Schaar! Am bunten Rechen über Stangen Sah Pauken man und Glocken hangen. Wie Pauk' und Glock' harmonisch klangen! Wie froh vom Inselsaal empfangen! Wie Pauk' und Glock' harmonisch klangen, Wie froh vom Inselssal empfangen, Wenn Kläng' aus Eidechspauken drangen, Die Blinden spielten nach Verlangen!

    in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 406.
  • Peter Weber-Schäfer (1935–2019): Die Legenden der Könige von Chou, 8. König Wens Zauberturm
    in: Weber-Schäfer, Peter. Altchinesische Hymnen aus dem 'Buch der Lieder' und den 'Gesängen von Ch'u'. Köln: Verlag Jakob Hegner, 1967. p. 116f.
  • Richard Wilhelm (1873–1930): Das Wunderschloß des Königs Wen
    Begonnen ward das Wunderschloß, Begonnen und geplant, Das Volk macht eifrig sich dran, Im Nu es fertig stand. Der König sprach: "Laßt euch hübsch Zeit!" Dem Vater stand sein Volk bereit. Der König steht im Wunderpark, Dort ruht manch schmuckes Reh, So zahme Rehe, schön und glatt, Und weißer Vögel Schnee. Der König steht am Wundersee, Die Fische wimmeln in die Höh. Am bunt bemalten Glockenspiel Die Glocken hängen schon Und Glock und Trommeln klingen all Beim Inselpavillon. Dumpf dröhnt die große Pauke dazu. Die Spielleute gönnen sich keine Ruh.

    in: Gundert, Wilhelm. Lyrik des Ostens. München: Carl Hanser Verlag, 1952. p. 233.

經始靈臺,經之營之。 庶民攻之,不日成之。 經始勿亟,庶民子來。 王在靈囿,麀鹿攸伏。 麀鹿濯濯,白鳥翯翯。 王在靈沼,於牣魚躍。 虡業維樅,賁鼓維鏞。 於論鼓鍾,於樂辟辟廱。 於論鼓鍾,於樂辟廱。 鼉鼓逢逢,矇瞍奏公。