Liang si 良耜
Dynasty: Zhou 周 (1045 BC–256 BC)
Included in: Ruan Yuan 阮元 (ed.). Mao shi zheng yi 毛詩正義, Shi san jing zhu shu 十三經注疏 2. Taipei: Yee Wen Publishing Co., Ltd., 2001. 249f.
Compare translationsTranslations
2-
Johann Cramer : Lied der Fleißigen
Display translation
Macht am Karst die Zinken fest, Schärfest an dem Pflug den Zahn! Wo der Pflug den Grund verläßt, Gleich kommt mit dem Karste dran! Es ist dies nicht das einz'ge Feld, Wo wir der Arbeit Lohn erlangen; Der Schweiß in Näh' und Ferne fällt Von mancher Stirn' und Wangen. Es ist von heut und gestern nicht, Die Väter gaben uns Bericht, Der schon von Vätervätern spricht. Schneck' und Wurm vom Acker schafft! Sie verderben jungen Trieb; Unkraut sei hinweggerafft, Weil sonst rein die Frucht nicht blieb. Von leichtem Stroh ein Hut uns schützt Das Haupt mit breitgedehntem Rande. Die Sonne hat das Stroh durchblitzt Mit ihrer Gluten Brande. Es saugt nun keine Glut mehr ein, Seit man's zur Scheune bracht' hinein, Will's unser Schirm bei Erndten sein. Fahret in den Aehrenwald Mit der Sichel scharf und blank; Wird er uns ernähren bald Sagen wir auch Lob und Dank. So wie Bevölk'rung sich vermehrt, Und Haus an Haus sich reihet, Aus wenig Körnern so beschwert Uns Scheun' und Speicher freuet. Es sei das Wetter gar gelind, Daß beide, die im Wachsen sind. So Volk als Saat, das Ziel gewinnt. Steig' ein leises Lied empor Heut zum frohen Erndtfest, Daß, getragen von dem West, Steig' herab der Geisterchor! Gefunden ist der schöne Stier Von Stirne braun und falb von Leibe; Weshalb ist seines Hornes Zier Gewunden wie die Halbmondscheibe? Auf daß ihn ein beherzter Mann, Fest an dem Horne fassen kann, Und führt ihn zum Alter hinan. Wenn der Duft des Opfers steigt, Sich zur Ruh' der Schnitter neigt, Sammelt sich mit Lust und Lieb' Zu der Arbeit neuen Trieb. Es ist dies nicht das einz'ge Feld, Wo uns die Garben reichlich sprießen, Das erstemal nicht auf der Welt, Wo wir vollauf genießen. In diesem Land seit langer Frist Des Fleißes Müh' voll Segen ist, O, werd' er nie und nie vermißt!–
in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 247f. -
Victor von Strauß (1809–1899): Der Landbau nochmals
Display translation
Mit blanken Pflugschar'n, schneidig wackern, Beginnt das Werk auf Mittagsackern. All' ihr Getreide fä'n sie drein, Und jedes Korn schließt Leben ein. Dann kommen zu euch Andre mehr Mit Kobern und mit Körben her, Die sind von Hirsespeisen schwer. Und die im leichten Bambushut, Die schärften ihre Karte gut, Zu reuten Lolch und Nesselbrut. Vermodern Lolch und Nesseln dann, So wächst die Hirse reich heran. Wie rauscht der Schnitter Schneiden d'rauf, Wie legen sie es dicht zuhauf! Es ragt empor wie eine Mauer, Und wie ein Kamm steht Schauf an Schauf, Und alle Käufer thun sich auf. Gefüllt sind alle Häuser nun, Und Weib und Kinder dürfen ruhn. Nun schlachten wir den gelben Stier, Der sein gekrümmtes Korn gewann, Um gleicherweis zu thun fortan, Wie's auch die Alten fortgethan.–
in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 493. –
in: Gundert, Wilhelm. Lyrik des Ostens. München: Carl Hanser Verlag, 1952. p. 234.
Note that the title in "Lyrik des Ostens" is "Der Landbau".
畟畟良耜,俶載南畝。 播厥百穀,實函斯活。 或來瞻女,載筐及筥,其饟伊黍。 其笠伊糾,其鎛斯趙,以薅荼蓼。 荼蓼朽止,黍稷茂止。 穫之挃挃,積之栗栗。 其崇如墉,其比如櫛,以開百室。 百室盈止,婦子寧止。 殺時犉牡,有捄其角。 以似以續,續古之人。