Yong shi shi 詠史詩

by Bao Zhao 鮑照 (414–466)

Dynasty: Liu Song 劉宋 (420–479)

Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Songshi 宋詩 8.1293f.

Compare translations

Translations

1
  • Erwin von Zach (1872–1942): Ich besinge einen Mann der Vergangenheit
    Die fünf Hauptstädte rühmen sich ihres Reichtums und ihrer mächtigen Stellung; die drei Ströme (Huang-ho, Lo-shui, I-shui) begünstigen die Erwerbung von Ruhm (am Hofe) und von Gewinn (am Markte). Nur reiche Leute können in einer so teuren Stadt leben; nur wer Wissen und Bildung besitzt, wird dort eine hohe Stellung erlangen. Längs der 12 Hauptstrassen der Residenz stehen die Häuser der Reichen mit ihren hohen Dächern nebeneinander (wie Fischschuppen). Die Beamten tragen an ihren Mützen bunte Quasten; die von auswärts Zugereisten reiten auf leichten (behenden) Pferden. Am frühen Morgen, wenn die Sterne noch nicht selten geworden sind, kommen schon die Wagen wie Wolken angefahren. Das zahlreiche Gefolge verursacht grossen Lärm; der Glanz des Zaumzeugs der Reitpferde bestrahlt den Boden. Winter und Sommer gibt es hierin keinen Unterschied; wie gewaltig ist erst der Verkehr, wenn im Frühling die Blüten ihre Schönheit zeigen! Nur Yen Tsun sitzt allein und verlassen (in Ch'eng-tu); er und die Welt wollen von einander nichts wissen.

    in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 325.

五都矜財雄。三川養聲利。 百金不市死。明經有高位。 京城十二衢。飛甍各鱗次。 仕子彯華纓。游客竦輕轡。 明星晨未稀。軒蓋已雲至。 賓御紛颯沓。鞍馬光照地。 寒暑在一時。繁華及春媚。 君平獨寂寞。身世兩相棄。