Dai dong men xing 代東門行
by Bao Zhao 鮑照 (414–466)
Dynasty: Liu Song 劉宋 (420–479)
Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Songshi 宋詩 7.1258f.
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Erwin von Zach (1872–1942): Erzählung vom Abschied am Tung[-tu]-Thor (von Ch'angan)
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Der früher einmal verwundete Vogel hasst den schrecklichen Ton vom Spannen des Bogens; der von früheren Reisen ermüdete Wanderer hasst die Worte beim Abschied. Die Worte beim Abschied verwunden sein Gemüt; die Leute seines Gefolges vergiessen alle Tränen. Beim Fallen der Tränen bricht sein Herz; er ist im Begriff sich auf den Weg zu machen, kehrt aber wieder zurück, um von neuem Abschied zu nehmen. Schon bei kurzer Trennung kann man nicht wissen, was dem Anderen passiert; umsomehr (ist ein Unglück zu befürchten), wenn man die Heimat verlässt und nach fernen Gegenden zieht. Immer weiter zieht sein Reisewagen in die Ferne; die Sonne geht abends unter und es wird immer dunkler. Die Leute daheim versperren schon ihre Räume und gehen schlafen; der Reisende findet aber erst spät in der Nacht Zeit zum Essen. Ein Landwind durchbraust die herbstlichen Bäume; das Herz des Wanderers ist (wegen des Herbstes) voll Trauer. Da er stets nur Pflaumen isst, klagt er über den sauren Geschmack; da seine Gewänder aus feinem Hanf gemacht sind, jammert er stets über Kälte. Vergebens wird rings um ihn viel Musik gespielt; sie kann das Gesicht unseres kummervollen Wanderers nicht aufheitern. Er will sich mit diesem langen Lied trösten; aber es lässt die Ursache seines langen Kummers (den Abschied von der Heimat) nur umso deutlicher hervortreten.–
in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 503.
傷禽惡弦驚。倦客惡離聲。 離聲斷客情。賓御皆涕零。 涕零心斷絕。將去復還訣。 一息不相知。何況異鄉別。 遙遙征駕遠。杳杳白日晚。 居人掩閨臥。行子夜中飯。 野風吹秋木。行子心腸斷。 食梅常苦酸。衣葛常苦寒。 絲竹徒滿座。憂人不解顏。 長歌欲自慰。彌起長恨端。