Jing lu ye fa shi 京路夜發詩

by Xie Tiao 謝朓 (464–499)

Dynasty: Qi 齊 (479–502)

Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Qishi 齊詩 3.1430.

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  • Erwin von Zach (1872–1942): In der Nacht breche ich aus der Hauptstadt auf
    In aller Eile habe ich nächtlicherweise mein Gepäck vorbereitet; ich gebe dem Kutscher Befehl, den Reisewagen schnell herzurichten. Am Morgen sind die Sterne gerade im Verschwinden begriffen; das dämmernde Licht ist kaum angedeutet. Noch werde ich von den letzten Tropfen des Taues benetzt, da sehe ich schon die Morgenröte ein wenig emporkommen. Meine alte Heimat (die Hauptstadt) entfernt sich immer mehr; lange Bergketten und breite Flüsse tauchen vor mir auf. Akten und Throneingaben werden bei meiner Ankunft (in Hsüan-ch'eng) sich vor mir aufhäufen; nur an meine Heimat denkend werde ich mich von allen Vergnügungen fernhalten. Stets werde ich im Dienste voll Vorsicht sein, um keine Fehler zu machen; angesichts der kaiserlichen Gnade kann ich nur zittern. Lasst mich nur weitergehen! Wenn ich auch infolge der Länge des Weges schon müde bin, ich kann doch nicht mehr umkehren.

    in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 468f.

擾擾整夜裝。肅肅戒徂兩。 曉星正寥落。晨光復泱漭。 猶沾餘露團。稍見朝霞上。 故鄉邈已敻。山川脩且廣。 文奏方盈前。懷人去心賞。 敕躬每跼蹐。瞻恩惟震蕩。 行矣倦路長。無由稅歸鞅。