He fu wu chang deng sun quan gu cheng shi 和伏武昌登孫權故城詩
by Xie Tiao 謝朓 (464–499)
Dynasty: Qi 齊 (479–502)
Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Qishi 齊詩 4.1441.
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Erwin von Zach (1872–1942): Ich beantworte (mit gleichem Reim) das Gedicht des Fu [Man-jung, Gouverneurs von] Wu-ch'ang: "Ich besteige die alte Festung des Sun Ch'üan"
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Die Han-Dynastie hatte ihr militärisches Prestige (nach aussen) und ihre Autorität (im Innern; Schwert und Siegel) eingebüsst; da wurde die Welt in Schrecken versetzt durch die Kämpfe unter den Feinden, die überall wie Drachen erschienen. In jener Periode fehlte es an einem weisen Mann im Zentrum China's; die Taten der drei Gewaltherrscher (Ts'ao Ts'ao, Sun Ch'üan, Liu Pei) machten sich in den Grenzprovinzen geltend. (Plötzlich) erhob sich [Sun Ch'üan] wie eine Elster in den Wu-Bergen und liess sich (später) wie ein Phönix in Wu-ch'ang (im Reiche Ch'u) nieder. Berge und Brückenköpfe (rings um Wu-ch'ang) hatten grosse strategische Bedeutung; auch hatte Sun Ch'üan in seinem Feldherrnzelte die besten Ratgeber. Im Norden kämpfte er gegen [Ts'ao Ts'ao bei der Rotwand] und vernichtete dessen Reiterei (die auf den Schiffen nicht zu kämpfen verstand); im Westen besiegte er [Liu Pei] und nahm [dessen Soldaten mit] Panzer und Waffenröcken gefangen. Als im Lande Wu wieder Frieden herrschte, blickte Sun Ch'üan überall mit grösster Befriedigung herum. Mit dem kaiserlichen Pelz und Mütze bekleidet opferte er Himmel, Erde und Ahnen; er wählte [Wu-ch'ang] als Hauptstadt und errichtete Lustschlösser in dessen Umgebung. Auf dem Angelsöller hielt er eine grosse Truppenschau ab; auf dem Fan-Berg veranstaltete er ein prächtiges Bankett. Jede zivilisatorische Arbeit (Legge V 38/3) gedieh; Ruhm und Glanz zeigten sich gleichzeitig in üppiger Fülle. Sonne, Mond und Sterne waren unwillig, ihr Licht unter drei Reichen zu verteilen; Schrift und Räderweite sollten einheitlich gestaltet werden. Die durch Generationen den Ahnen dargebrachten Opfer wurden allmählich vernachlässigt; unbemerkt veränderten sich Hof und Bazar (in Wu-ch'ang). Wir kennen jetzt nur noch die Ruinen seiner Tanzhallen; wir glauben die letzten Echos der Gesänge in den Balken jener Hallen zu hören. In den herrlichen Wäldern von früher liegen jetzt die verfaulten Stämme am Boden, und die verwilderten Weiher sind von herbstlicher Vegetation bedeckt. [Sun Ch'üan's] grossartige Pläne (einer Reichsgründung) haben ein solch' trauriges Ende gefunden; Du, mächtiger Gouverneur von Wu-ch'ang, bist darüber (trotz zeitlicher Entfernung) von grossem Schmerze erfüllt. Ich vereinsamter Fremdling bin am Ufer des Grossem Stromes zurückgehalten; ich wollte mit Dir [die alte Festung des Sun Ch'üan] besichtigen, aber es kam zu keiner Zusammenkunft. Ich konnte trinkend Dir nicht Bescheid tun und aus Deinen Büchern keine Belehrung entnehmen. Glücklicherweise habe ich von Dir ein Gedicht voll herrlicher Worte empfangen; ich bin Deinem Vorbild gefolgt und habe in diesen Versen versucht, noch übrige Ideen (die Du einer Aufnahme nicht würdig erachtet hast) aufzuklauben. Wenn ich in meiner amtlichen Tätigkeit Zeit finde, will ich zusammen mit Dir in Deiner Provinz Wu-ch'ang Ausflüge machen.–
in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 555f.
炎靈遺劍璽。當塗駭龍戰。 聖期缺中壤。霸功興㝢縣。 鵲起登吴臺。鳳翔陵楚甸。 衿帶窮巖險。帷帟盡謀選。 北拒溺驂鑣。西龕收組練。 江海既無波。俯仰流英盼。 裘冕類禋郊。卜揆崇離殿。 釣臺臨講閱。樊山開廣讌。 文物共葳蕤。聲明且葱蒨。 三光厭分景。書軌欲同薦。 參差世祀忽。寂寞市朝變。 舞館識餘基。歌梁想遺囀。 故林衰木平。荒池秋草徧。 雄圖悵若茲。茂宰深遐睠。 幽客滯江臯。從賞乖纓弁。 清巵阻獻酬。良書限聞見。 幸藉芳音多。承風采餘絢。 于役倘有期。鄂渚同遊衍。