Deng lin hai jiao chu fa jiang zhong zuo yu cong di hui lian ke jian yang he gong he zhi shi 登臨海嶠初發疆中作與從弟惠連可見羊何共和之詩
by Xie Lingyun 謝靈運 (385–433)
Dynasty: Liu Song 劉宋 (420–479)
Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Songshi 宋詩 3.1176.
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Erwin von Zach (1872–1942): Ich verfasse diese Verse, als ich von Ch'iang-chung aufbreche, um die Felsen von Lin-hai zu besteigen, und gebe sie meinem jüngeren Vetter [Hsieh] Hui-lien, damit dieser sie [seinen Freunden] Yang [Hsüan-chih] und Ho [Ch'ang-yü] zeige und zusammen mit ihnen ein Antwortgedicht verfasse
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Am Ende des Herbstes wollte ich ferne Berge aufsuchen gehen; da die Berge fern waren, ging auch meine Reise in die Weite. Nachdem ich von Dir (Hui-lien) in einer Bergmulde Abschied genommen hatte, begab ich mich mit Trauer im Herzen auf den langen Weg. lnmitten des Flusses winkte ich Dir noch; meine brüderlichen Gefühle schienen eine Fortsetzung der Reise nicht zu gestatten. Mein Nacken schmerzte noch nicht vom Zurückblicken, und schon war mein Boot in einer Krümmung des Ufers verschwunden. Das mich verbergende Ufer liess mein Boot ausser Sicht kommen; meine flinken Ruder folgten den aufgeregten Wellen. Ich hätte gerne die Freuden unseres früheren Zusammenseins vergessen, wenn wir uns zusammen auf diese tausend Meilen weite Reise hätten begeben können. Bei Sonnenuntergang musste mein Boot halten; es wurde beim Lin-chiang-Turm angebunden. Mich erfüllt nicht nur Trauer wegen des hereinbrechenden Abends; ich erinnere mich auch, dass ich früher lange zusammen mit Dir hier verweilte. Dieses Zusammensein bildete die Freude der Vergangenheit, vermehrt aber auch die Seufzer der Gegenwart. Die Erinnerung daran ist für mich umso schmerzlicher, da jetzt der traurige Herbst erschienen ist. Die herbstliche Quelle rauscht in der nördlichen Schlucht; der melancholische Affe schreit auf der südlichen Bergkuppe. Mein Herz ist infolge der kürzlich stattgehabten Trennung noch schmerzlich bewegt; in meiner Einsamkeit bestürmen mich alte Erinnerungen. Diese auftauchenden Erinnerungen beschäftigen fortwährend mein durch die Trennung betrübtes Herz; morgen früh will ich vom südlichen Ufer des Ch'ing-hsi-Flusses aufbrechen. Morgen abends hoffe ich in Yen-chung zu übernachten; übermorgen will ich die Spitze des T'ien-mu-Berges ersteigen. Mächtig erhebt sich diese Spitze bis in die Wolken; wie könnte ich vorher die Zeit meiner Rückkehr bestimmen? Sollte ich von dort oben den (unsterblichen) Fou-ch'iu-kung begegnen, dann dürfte ich wohl niemals wieder von Dir Nachricht erhalten (d.h. ich werde mich mit ihm in die Lüfte erheben).–
in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 432f.
杪秋尋遠山。山遠行不近。 與子別山阿。含酸赴脩畛。 中流袂就判。欲去情不忍。 顧望脰未悁。汀曲舟已隱。 隱汀絕望舟。騖棹逐驚流。 欲抑一生歡。并奔千里遊。 日落當棲薄。繫纜臨江樓。 豈惟夕情歛。憶爾共淹留。 淹留昔時歡。復增今日歎。 茲情已分慮。況乃協悲端。 秋泉鳴北澗。哀猿響南巒。 戚戚新別心。悽悽久念攢。 攢念攻別心。旦發清溪陰。 瞑投剡中宿。明登天姥岑。 高高入雲霓。還期那可尋。 儻遇浮丘公。長絕子徽音。