Du shan hai jing shi shi san shou (1) "Meng xia cao mu zhang" 讀山海經詩十三首 (其一) "孟夏草木長"
by Tao Yuanming 陶淵明 (365–427)
Dynasty: Jin 晉 (266–420)
Included in: Lu Qinli 逯欽立 (ed.). Xian Qin Han Wei Jin Nanbeichao shi 先秦漢魏晉南北朝詩 Beijing: Zhonghua shuju, 1983. Jin shi 晉詩 17.1010f.
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James Robert Hightower (1915–2006): On Reading the Seas and Mountains Classic, I
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in: Hightower, James Robert. The Poetry of T'ao Ch'ien. Oxford: Clarendon Press, 1970. p. 229.
The translator also provides commentary to the poem on pages 229-231. -
Franziska Meister (1908–?) and Arthur Waley (1889–1966): Zwölf Gedichte von T'ao Ch'ien, 10. Beim Lesen des Buches "Von Bergen und Meer"
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in: Waley, Arthur and Meister, Franziska. Chinesische Lyrik aus zwei Jahrtausenden. Ins Deutsche übertragen von Franziska Meister. Hamburg: Marion von Schröder Verlag, 1951. p. 110f. -
Georg Schneider (1902–1972): Auf ein Buch gebeugt
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in: Schneider, Georg. Staub von einer Bambusblüte, Langen-Müllers kleine Geschenkbücher. München: Albert Langen & Georg Müller Verlag GmbH, 1955. p. 5. -
Susanne Weis : Das "Buch der Berge und Meere" lesend, I
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in: Pohl, Karl-Heinz. Der Pfirsichblütenquell. Tao Yuanming. Gesammelte Gedichte. Köln: Diederichs, 1985. p. 166f. -
Richard Wilhelm (1873–1930): Beim Lesen des Buchs von den Bergen und Meeren
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Frühsommer ists. Es wachsen Gras und Bäume, Rings hängen um das Haus die Zweige nieder, Die Vöglein singen fröhlich ihre Lieder. Auch mir sind traut der stillen Hütte Räume. Des Pflügens und des Säens Arbeit ist getan. Zu meinen Büchern kehr ich nun beglückt, Fern bin ich allem Lärm der Welt entrückt. Nur Freunde halten oft den Wagen bei mir an. Erfreut bewirt ich sie mit selbstgebrautem Wein, Und meines Gartens Früchte setz ich ihnen vor. Ein leichter Regenschauer steigt im Ost empor, Und kühlen Windhauch führt er mit, erfrischend rein. Wenn ich so lese von des alten Königs Reisen, Wenn ich durchblättre dann das Buch von Berg und Meer, Da breitet Erd und Himmel sich vor meinen Blicken: Und was bedarfs zu wahrer Freude mehr?–
in: Wilhelm, Richard. Chinesische Sommergedichte. Qingdao: ohne Verlag, 1919. p. 24. –
in: Wilhelm, Richard. Chinesisch-Deutsche Jahres- und Tageszeiten. Lieder und Gesänge. Jena: Eugen Diederichs, 1922. p. 43. –
in: Gundert, Wilhelm. Lyrik des Ostens. München: Carl Hanser Verlag, 1952. p. 276. -
Erwin von Zach (1872–1942): Beim Lesen des Shan-hai ching
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Im ersten Sommermonat ist die Vegetation schon hoch emporgeschossen; rings um mein Haus stehen die Bäume in üppigem Laubschmuck. Alle Vögel freuen sich, ein Plätzchen zu finden, wo sie sich niederlassen können; auch ich liebe jetzt meine Hütte (mehr als früher). Ich habe bereits gepflügt und auch gesät; jetzt erst kann ich wieder in meinen Büchern lesen. In mein enges Gässchen können schwere Karren (die tiefe Räderspuren hinterlassen) nicht eindringen; oft müssen daher die Wagen meiner alten Freunde wieder umkehren. In meiner einsamen Behaglichkeit schenke ich mir Frühlingswein ein und pflücke Gemüse meines Gartens. Ein leichter Regenschauer kommt aus Osten; eine angenehme Brise folgt in seiner Begleitung. Ich durchblättere die Biographie des Chou-Herrschers [Mu]; ich betrachte flüchtig die Bilder des Shan-hai [ching]. In einem Augenblick durchreise ich die ganze Welt; wenn ich mich jetzt (bei dieser Lektüre) nicht wohlfühle, wobei sonst?–
in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 545.
孟夏草木長。遶屋樹扶疏。 眾鳥欣有託。吾亦愛吾廬。 既耕亦已種。時還讀我書。 窮巷隔深轍。頗迴故人車。 歡然酌春酒。摘我園中蔬。 微雨從東來。好風與之俱。 汎覽周王傳。流觀山海圖。 俯仰終宇宙。不樂復何如。