清人
Anonymous (Shijing)
清人在彭,駟介旁旁。
二矛重英,河上乎翱翔。
清人在消,駟介麃麃。
二矛重喬,河上乎逍遙。
清人在軸,駟介陶陶,
左旋右抽,中軍作好。
Kampf- und Wettspiele Johann Cramer
— in: Cramer, Johann (ed.). Schi-King, oder Chinesische Lieder, gesammelt von Confucius. Neu und frei nach A. La Charme's lateinischer Übersetzung bearbeitet. Fürs deutsche Volk hg. von Johann Cramer, Das himmlische Reich. Oder China's Leben, Denken, Dichten und Geschichte, 4 vols. Crefeld: Verlag der J. H. Funcke'schen Buchhandlung, 1844. p. 63.
— in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 29.
In Waffen erglänzend im Felde Pang,
Da spielen die Ritter der Stadt von Tsing.
Es rollen die Wagen zum Ziele hin,
Es rennen die Rosse als wie zum Kampf.
Wie Masten so ragen die Lanzen hoch,
Blutrothe Klunker die flattern dran;
Sie schleudern die Lanzen sich zu.
Und die gefallen vom Stoß,
Die legen ins Gras sich zur Ruh.
Mit hohem Muth im Thal Siro
Die Reisige kämpften von Tsing.
Wie Feuer am Gürtel erglänzte das Gold,
Den Panzern entsprüht' es wie Flammenglut.
Zweispitzige Speere sausten da,
Dreispitzige auch warfen Glanz.
Die Wellen des Flusses rauschten hin,
Und rings an seinen Ufern man sah
Der Zuschauer weiten Kranz.
Es glänzen die Kämpfer am Orte Tschao,
Es sind die Kämpfer aus der Stadt von Tsing.
Wer da zur Linken im Wagen sitzt,
Der ziehet wohl straf die Zügel an;
Zur Rechten ihm aber ein Andrer steht,
Zu schwingen den langen Speer im Gefecht,
So bald der Feldherr das Zeichen gibt.
Der Feldherr den Kämpfern Beifall winkt:
Sie hielten sich tapfer, sie machten es recht.
— in: Jolowicz, Heinrich (ed.). Der poetische Orient. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1853. p. 29.
Kampfspiele Friedrich Rückert (1788–1866)
— in: Rückert, Friedrich. Schi-king. Chinesisches Liederbuch, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich Rückert. Altona: J. F. Hammerich, 1833. p. 93f.
Von Tsing der Stadt die Ritter spielen
Im Felde Pong in Waffenpracht.
Die Wagen rollen nach den Zielen,
Die Rosse rennen wie zur Schlacht.
Die Lanzen ragen gleich den Masten,
Beflattert von bluthrothen Quasten;
Die schleudern sie sich zu mit Macht.
Und die vom Stoße fielen,
Sieht man im Grase rasten.
Die Reisige von Tsing behurten
Im Thale Siao mit hohem Muth.
Wie Feuer glänzt das Gold an Gurten,
Und aus den Panzern sprühet Glut.
Da sausen Speere mit zwei Spitzen,
Und andre die von dreien blitzen;
Vorüber rauscht des Flusses Flut,
Wo an den breiten Furten
Zuschauerheere sitzen.
Am Orte Tschao die Kämpfer blinken,
Die Kämpfer aus der Stadt von Tsing.
Im Wagen wer da sitzt zur Linken,
Der hält die Zügel straff im Ring;
Der andre stehet ihm zur Rechten,
Den Speer zu schwingen und zu fechten,
Sobald des Feldherrn Ruf erging.
Den Feldherrn sieht man winken
Beifall den tapfern Knechten.
Waffenübungen der Gränztruppen Victor von Strauß (1809–1899)
— in: Strauß, Victor von. Schi-king. Das kanonische Liederbuch der Chinesen. Heidelberg: Carl Winter's Universitätsbuchhandlung, 1880. p. 158.
Die Männer von Thsing, sie erschienen in P'hung;
Vierspanne, gepanzerte, schnauben im Sprung,
Zwei Lanzen darinnen und doppelter Flunk,
So tummeln sie neben dem Strom sich im Schwung.
Die Männer von Thsing, nach Siao sie gingen;
Vierspanne, gepanzerte, tanzen und springen,
Zwei Lanzen darinnen und doppelte Klingen,
So sieht man am Strome sie spielend sich schwingen.
Die Männer von Thsing sind in Tschu's Gebiet;
Vierspanne, gepanzerte, fliegen im Glied;
Wer links, der wendet; wer rechts, der zieht.
Es freut sich der Führer des Heers, der es sieht.