之宣城郡出新林浦向板橋詩
Xie Tiao 謝朓 (464–499)
江路西南永。歸流東北騖。 天際識歸舟。雲中辨江樹。 旅思倦搖搖。孤遊昔已屢。 既歡懷祿情。復協滄洲趣。 囂塵自茲隔。賞心於此遇。 雖無玄豹姿。終隱南山霧。 正宗二十九。詩紀五十九。
Auf meiner Reise nach Hsüan-ch'eng fahre ich von Hsin-lin-p'u gegen die Plankenbrücke Erwin von Zach (1872–1942)
— in: Zach, Erwin von. Die chinesische Anthologie, Harvard Yenching Institute Studies 18. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1958. p. 466.
Der Lauf des Stromes kommt aus unendlichen Weiten des Südwestens; die dem Meere zustrebenden Fluten eilen nach Nordosten. Am Horizonte bemerkt man heimkehrende Schiffe, und in den Nebeln erkennt man die (hohen) Bäume am Stromufer. Auf dieser Reise hat mein Herz schon aufgehört, sich nach der Heimat zu sehnen; denn früher habe ich schon oft allein Reisen unternommen. Einerseits erfüllt mich jetzt die Freude an der amtlichen Stellung, andererseits fühle ich wieder meine Sehnsucht nach paradiesischer Landschaft befriedigt. Von hier ab trennt man sich von Lärm und Staub und begegnet nur schönen Landschaften, die das Herz erfreuen. Obwohl ich nicht das schöne Aussehen des schwarzen Panthers besitze (der sieben Tage nicht frass, um sein Fell glänzend zu machen), ziehe ich mich doch zum Schlusse, wie er in die Nebel der Südberge zurück (d.h. ich will in Hsüan-ch'eng nicht reich werden, sondern einen guten Ruf erlangen).